You are viewing an old revision of this post, from 8. März 2017 um 8:34:12. See below for differences between this version and the current revision.

GWÖ-interessierte BürgerInnen

Welche Vorteile hat die Gesellschaft durch die Einführung der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)?

In einer sinnvollen Gesellschaft würden die Menschen ihren eigenen Werten folgen, nicht Geld, Macht oder Konsum. Sie würden sich Zeit nehmen für das, was sie glücklich macht – für Beziehungen und lokale Gemeinschaften. - Felber Gewinne und Wachstum führen grundsätzlich zu Verlusten und Ressourcenverbrauch*. Die Gemeinwohl-Ökonomie sorgt dafür, dass sich die ökologischen Verluste und die prekären Beschäftigungen der Menschen vermindern. Globaler und liberaler Welthandel und eine zu liberale Wirtschaftspolitik führen einerseits zu mehr Gewinnen und Wachstum in Europa und insbesondere auch in Deutschland, aber die Verluste werden nicht hinreichend beachtet:
  • Ausbeutung von nicht nachwachsenden und existentiell wichtigen Ressourcen
  • Klimawandel
  • Umweltverschmutzung
  • Prekäre Arbeitsverhältnisse  (Zeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, minimale Löhne bis SGB II Leistungen (Hartz IV)
  • Zerstörung von Handelsstrukturen und Verarmung anderer Länder durch Dumpingpreise für Textilien und Nahrungsmittel, bei denen die o. a. Verluste zu Lasten der Allgemeinheit nicht berücksichtigt sind.
  • Handels- und Stellvertreterkriege
  • Armuts- aber auch Kriegsflüchtlinge
  • Langsam aber stetig sich entwickelnde autokratische Strukturen in bisher relativ demokratisch geführten Ländern, weil die Menschen ihr Heil in dem nationalen Ein-Führer-Staat suchen, aber hier die Verluste in der Demokratie und Meinungsfreiheit ebenfalls zu wenig beachten.
  Die Wirtschaft und Gesellschaft können  mit der Hilfe einer Gemeinwohl-Ökonomie durch einen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft dazu beitragen, dass es zu stabileren, planungssicheren, zufriedenen und motivierenden Arbeitsbeziehungen und zu einem verbesserten  Ressourcen– und Umweltschutz kommt.  
  • Die Gemeinwohl-Ökonomie fördert durch ein Bilanz- und Bewertungssystem die demokratische Leitungsstruktur im Unternehmen, Transparenz, Eigenverantwortung und die Wertschätzung aller Mitarbeiter im Unternehmen. Dadurch wächst bei jedem Mitarbeiter_in die Zufriedenheit, die Motivation und die Freude an der Arbeit
  • Die Praxis zeigt, dass GWÖ-Unternehmen mit ihrer Kundschaft fair und freundlich umgehen. Sie versuchen nicht, mit einer vorrangig ertragsorientierten Verhandlungstaktik den Gewinn kurzfristig zu maximieren. Das Kundenvertrauen wächst und das Arbeitsleben in einem GWÖ-Unternehmen ist angenehm. Die Unternehmensleitung erspart sich bei einer zufriedenen Kundschaft unnötige Kosten für die Kunden-Neuwerbung.
Die Gemeinwohl-Ökonomie unterstützt in einem erheblichen Maße den Verbraucherschutz, weil ethische  Verhaltensweisen gegenüber dem Verbraucher die Gemeinwohlbilanz verbessern. Ethisches Verhalten jeder/s Einzelnen und von GWÖ-Unternehmen wären der Idealfall. Aber selbst wenn mit Hilfe der GWÖ-Prinzipien nur der gute Wille zu mehr Ethik, zu einem ökologischen Verhalten sowie zu mehr Demokratie, und zu mehr Transparenz und Mitbestimmung besteht, wird dies für unsere gesamte Gesellschaft zu einer sozialeren Gerechtigkeit und zu einer höheren Zufriedenheit führen.   Kurzhinweise für „Verluste“, die bei Gewinn- und Wachstum auftreten *Regenerative Verluste (z. B. durch Obsternte, Energieverlust beim menschlichen Arbeitsaufwand), die wenig oder gar keine Probleme darstellen und unwiederbringliche Verluste (z. B. durch Ölförderung, Bergbau, Atommüllentsorgung, Artensterben, Luftverschmutzung, Flüchtlingsopfer durch Klimawandel, Handels- und Stellvertreter-Kriege), die für uns und folgende Generationen lebensbedrohlich sind und innerhalb einer Gemeinwohl-Ökonomie erheblich gemindert werden.

Revisions

Revision Differences

There are no differences between the 8. März 2017 um 8:34:12 revision and the current revision. (Maybe only post meta information was changed.)